Hier siehst du alle Informationen aus dem ersten Newsletter.
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Liebe Leserin, lieber Leser
Endlich der erste Newsletter von Mia Val Müstair! Zehn Monate sind seit der Gründung unseres Vereins verstrichen und wir dürfen mit Fug und Recht behaupten, mit den Ideen und dem Zweck von Mia Val Müstair auf viele offene Ohren gestossen zu sein. Von nun an werden wir regelmässig mit einem Newsletter über wichtige Schritte informieren.
Monatlicher Austausch zur Entwicklung des Tals
Anfang dieses Jahres haben wir uns zu einem ersten Austausch mit jungen Einheimischen und Zweitheimischen getroffen. Es ist interessant zu hören, was für sie die Qualitäten des Val Müstair ausmacht, was sie dazu bewegt im Tal zu bleiben, was sie als wichtig erachten für die Gestaltung der Zukunft im Val Müstair. Anfang Februar fand das zweite Treffen statt, bereits beteiligten sich rund 25 Leute und diskutierten intensiv, knüpften an Ideen aus dem ersten Treffen an.
Die wichtigste Erkenntnis, die bestätigt, was bereits aus vielen Gesprächen in der Vergangenheit klar geworden war: Es braucht Wohnraum und Bauland im Tal, um Leute zur Rückkehr ins Val Müstair bewegen zu können. Es ist nicht das eingeschränkte Stellenangebot, es sind nicht möglicherweise fehlende Berufsbilder oder schrumpfende Kinderzahlen und damit ausdünnende Schulklassen. Nein, primär ist es schlicht und einfach die fehlende oder kaum vorhandene Möglichkeit, ein geeignetes Grundstück zu finden, ein Wohnobjekt zu erwerben oder ein bestehendes Gebäude zu tragbaren Konditionen umzubauen.
Der nächste Austausch findet statt am 3. März 2023 im Alpina B&B, Sta. Maria – Beginn ist um 19 Uhr.
Thema: Wohnsituation im Val Müstair: Wie steht es um die Möglichkeiten im Tal? Wie ist die gesetzliche Grundlage im Allgemeinen, wie der Stand der Richtplanumsetzung im Kanton Graubünden? Welches sind die Konsequenzen daraus und wie ist der Status Quo für das Val Müstair?
Wir möchten dazu jemanden einladen, die / der uns Informationen aus erster Hand geben wird. Nutze diese Gelegenheit vor Ort und beteilige dich aktiv an der Diskussion!
Standortentwicklung Regiun Engiadina Bassa Val Müstair (EBVM)
Unter der Leitung von Martina Schlapbach, Regionalentwicklung EBVM wurde soeben eine Umfrage abgeschlossen, an der online gegen 1000 Leute teilgenommen haben. Welche Entwicklung (Infrastrukturen, Wohnen, Schule, Natur usw.) erwarten die Leute in der Region EBVM? Was wird die Region in den nächsten Jahrzehnten am meisten prägen? Welche Rolle spielen die Digitalisierung, die Landwirtschaft, berufliche Möglichkeiten für die Zukunft von EBVM? Vielleicht habt auch ihr an der Umfrage teilgenommen.
Dieser Umfrage liegt auch die Studie von Sophia Völksen zugrunde, die im Auftrag der Regionalentwicklung EBVM ausgearbeitet und Mitte November in der Chasa Jaura vorgestellt wurde. «Standortattraktivität der Regiun EBVM für junge Erwachsene: Wer bleibt, wer kehrt zurück, wer zieht hinzu?» Die Studie ist hier verfügbar.
Konzept von Mia Val Müstair
In der erwähnten Studie der Regiun EBVM wurden Handlungsempfehlungen gegeben. Empfehlungen sind das eine, aber nun braucht es Handlung. Im Vorstand haben wir entschieden, einige der Handlungsempfehlungen aufzunehmen und daraus ein Konzept zum Thema «Ansiedlung & Brain Gain» abzuleiten. Die wichtigsten Punkte daraus sind:
- Bedürfnisse und Anliegen von jungen Erwachsenen einbeziehen: Das erreichen wir, indem wir Personen aus dieser Zielgruppe in unsere Arbeitsgruppen einbinden.
- Vernetzungsplattform für Weggezogene (Diaspora) und Zweitheimische: Das ist eines der Hauptziele von Mia Val Müstair.
- Ortsunabhängige Arbeitsmodelle: Das bedeutet, potenzielle Ansiedler, die ortsunabhängig arbeiten können, gezielt anzusprechen. Wichtige Voraussetzung dazu ist ein leistungsfähiges Breitband-Glasfaserangebot.
- Bildung auf Schulstufe: Themen zu Unternehmertum mit aufnehmen. Mit dem Programm von YES haben wir bereits damit angefangen.
- Externe Kinderbetreuung: Das Ansiedeln von jungen Erwachsenen und Familien setzt voraus, dass es eine externe Kinderbetreuung im Tal gibt, wie auch weitere Angebote, die für junge Familien ausserhalb des Val Müstair Standard sind und auf die sie nicht verzichten möchten oder können.
Eine Reihe von Massnahmen zur Erreichung der erwähnten Punkte liegt in den Händen von uns allen und es geht darum, diese Kräfte zu kennen, zu mobilisieren und für die Sache zu gewinnen. Aktuell stehen wir mit der Regiun EBVM in engem Austausch um zu klären, mit welchen Massnahmen wir am ehesten zum Ziel kommen, wie mögliche Finanzierungsformen aussehen können usw. Wichtig zu erwähnen ist auch, dass Mia Val Müstair, vertreten durch Fadri Cazin, für den Workshop «Agenda 2030 Regiun EBVM» eingeladen worden ist und unsere Anliegen einbringen wird. Auch seitens der CDVM kam deutlich zum Ausdruck, dass unsere Bemühungen, wieder mehr Leute ins Tal zu holen, sehr begrüsst werden.
Mitgliedschaft bei Mia Val Müstair
Die erwähnten Aktivitäten aus Mia Val Müstair sind ein Anfang und wir wollen diese Themen weitertreiben und dabei auch in Zusammenarbeit mit anderen interessierten Kreisen eine aktive Rolle spielen. Dazu ist es wichtig, die Anzahl Mitglieder weiter zu erhöhen. Unsere Stimme zählt heute schon, kann aber noch deutlich an Gewicht zulegen, indem wir als Verein wachsen. Deshalb der Aufruf an alle: Motiviert Freunde, Bekannte, im und ausserhalb des Tals für die Mitgliedschaft bei Mia Val Müstair.
Herzlichen Dank!